Reiz lindern

Funktionelle Störungen der Nieren und ableitenden Harnwege, wie Reizblase und wiederkehrende, nicht bakterielle Harnwegsentzündungen, zeichnen sich dadurch aus, dass keine organische Ursache gefunden wird, durch die das Ausmaß der Beschwerden plausibel erklärt werden könnte. Durch homöopathische Arzneimittel können die Selbstheilungskräfte angeregt und Organfunktionen gestärkt werden.

Tablett auf dem Bett mit Sonnenblumen, einem Buch und einer Tasse Tee

Symptome ohne Ursache?

Typisch für funktionelle Harnwegsbeschwerden sind Dranggefühl, häufiges Wasserlassen (Pollakisurie), nächtliches Wasserlassen (Nykturie) und Brennen beim Wasserlassen, die nicht durch eine Infektion oder anatomische Fehlbildung erklärt werden können. Solche Beschwerden können beispielsweise durch Stress, Angst oder hormonelle Veränderungen oder beeinflusst werden. Sinnvoll ist zunächst immer eine ärztliche Abklärung, da ähnliche Symptome auch auf bakterielle Infektionen oder strukturelle Probleme hinweisen können.


Nach den Leitlinien der Fachärzte lässt sich jedoch auch aus einem Bakteriennachweis im Urin nicht zwingend die Notwendigkeit einer antibiotischen Therapie ableiten, da zum einen die Spontanheilungsraten einer akuten unkomplizierten Harnwegsinfektion bei frühzeitigem Handeln hoch sind und zum anderen in den letzten Jahren nichtantibiotische Maßnahmen das Behandlungsspektrum und die Optionen in der Entscheidungsfindung erweitert haben.

 

Als allgemeine Verhaltens- und Lebensstilmaßnahmen gelten generell eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, regelmäßige Blasenentleerung, Einschränkung von Harndrangreizen wie koffeinhaltige Getränke sowie Entspannungstechniken. Ein Blasentraining kann für ein schrittweises Verlängern der Harnentleerungsintervalle helfen und gezielte Beckenbodenübungen zur Stabilisierung der Blasenfunktionsweise. Ergänzende Ansätze sind ein gezieltes Stressmanagement sowie die Unterstützung der Organfunktionen durch phytotherapeutische oder homöopathische Wirkstoffe.

 

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